The Tainted Cup ist ein wunderbar gelungener Detektivroman in einem ungewöhnlichen, faszinierenden Fantasy-Setting. Der Mordfall ist spannend konstruiert, aber die eigentliche Stärke liegt für mich in der Verbindung aus Ermittlungsarbeit, Weltentwurf und Figuren.
Besonders gefallen haben mir die Entwicklung der Charaktere und die Dialoge. Din und Ana funktionieren als Ermittlerduo großartig: eigenwillig, klug, manchmal trocken komisch, aber nie bloß als Kopie klassischer Vorbilder. Gerade weil das Setting so fremdartig ist, braucht es Figuren, denen man gern folgt – und genau das gelingt hier sehr gut.
Der Roman hat Tempo, Atmosphäre und genug Rätselspannung, um immer weiterlesen zu wollen. Gleichzeitig bleibt die Welt nicht bloße Kulisse, sondern prägt den Fall, die Gesellschaft und die Art, wie Wahrheit überhaupt gefunden werden kann. Für mich eine sehr starke Mischung aus Krimi, Fantasy und cleverem Worldbuilding.